Sonntag, 28. März 2010

Inject your soul with liberty

...it's free, it's free!

Am Wochenende wurde dem Reunion-Konzert von The Cranberries in Berlin beigewohnt.
Dolores O’Riordan bezauberte und verzauberte alle - und damit meine ich vor allem mich.

Dem Navigationssystem blind zu vertrauen hätte uns einige Male das Leben kosten können; zum Glück war der Weg zurück nach M-V derart frei, dass wir uns fragten, ob die Autobahn wohl nur für uns allein gebaut wurde.

salvation is real,
PRODIGY

Donnerstag, 25. März 2010

Augen zu!

Das war ja was. Dienstag vom 70. Geburtstag der Oma eilig in den Zug nach Norden gesprungen, denn für die Nachprüfung ("für Spaß") wollten ja zumindest gewissensberuhigend nochmal ein, zwei Sachen angeschaut sein. Mit dem Lernen hatte es sich allerdings spätestens mit den aus unerfindlichen Gründen ein-und mich außer Gefecht -setzenden Kopfschmerzen erledigt. Egal. Muss es halt so gehen.

Der nächste Tag:

8.50Uhr.
Aus dem Bett fallen; Kornflakes, Eier und ganz viel Toastbrot ("das muss weg!") essen und mit wohlig vollem Bauch zur Uni gehen.

9.30Uhr
Auf dem Weg zum Unigebäude beschleicht mich das Gefühl, alles vergessen zu haben, was ich je über Anorganik wusste.
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10.00Uhr - es beginnt.
Die kurze Welle des Selbstzweifels geht vorbei und die Prüfung los. Der Prüfer, K.Voss, gen. "Vossi-Bär", bittet uns, kurz die Augen zu schließen. Man soll nun per Handzeichen anzeigen, ob man die Nachprüfung machen muss oder machen kann. Netter Einfall; kurzes Schmunzeln über die Situation. Der Geheimniswahrer schleicht jetzt durch die Reihen und guckt auf die Blätter der eifrigen Schreiberlinge. Es läuft gut.

11.35Uhr
Ich bemerke etwas Rotes, das auf mein Blatt tropft. Merkwürdig, irgendwas stimmt nicht, ich fühle mich komisch. Ich blute. Aus der Nase. Auf mein Blatt. Sogar recht heftig. Warum weiß ich nicht. Ich habe NIE Nasenbluten. Mit Taschentüchern kriege ich es mehr schlecht als recht in den Griff, schmeiße die verbleibende halbe Stunde weg und gehe. Habe sowieso alles geschrieben was mir einfiel. "Vossi-Bär" (ein inoffizieller Kosename) wirft mir einen "ist-alles-in-Ordnung?"-Blick zu, den ich ignoriere. Nach einiger Zeit hört das Bluten auf.

Da das Internet mir als Ursache für spontanes Nasenbluten von Pollenflug bis Hirntumor alles anbietet, lasse ich die Sache auf sich beruhen und setze mich am Nachmittag wieder in den Zug gen alter Heimat.

und durch,
PRODIGY

Freitag, 19. März 2010

Springzeit

Soso, der erste Frühlingstag. Morgens schon merke ich: dieser Tag ist anders. Nach 10 Jahren Winter begrüßt mich statt eines grauen Himmels das wolkenlose Blau. Freundliches Licht von milder Sonne, ja es wird Frühling.

Es ist noch nicht sehr spät, ich steh allein in der Küche, allein in der Wohnung und gucke aus dem Balkonfenster Richtung Bahnhof und sehe, wie die Menschen mit offenen Winterjacken umherlaufen.
Ich ziehe meine gar nicht erst an, sondern belasse es bei T-Shirt und Hoodie. Reicht vollkommen.

Was tun am ersten wirklich schönen Tag des Jahres?

Ich erhalte die von mir in einem Nostalgierausch bestellten PS2 Spiele, lasse sie aber in Anbetracht des Wetters links liegen.
Versorgt mit neuen Gütern mache ich mich an den verbleibenden Tag.

Mir fallen die ungelesenen Seiten von The Great Gatsby ein, die zu lesen ich grob vernachlässigt habe. Rausgehen, um beim schönen Wetter irgendwo zu sitzen und zu lesen, das ist der Plan.Ich laufe durch die Stadt und suche. 20 Minuten Straßenbahnfahrt später bin ich in einer ländlichen Idylle am Rande meiner Stadt angekommen, die Straßen tragen Namen wie "Am Dorfteich", "Hinter der Kirche" und "Am Storchennest".
In der Straße Am Dorfteich, die tatsächlich an dem noch teilweise mit Eis bedeckten Dorfteich liegt, finde ich an ebenjenem Teich, genauer, an einer Bank nahe dem Ufer einen meiner neuen Lieblingsplätze.

Später genau hier zu leben, dagegen hätte ich nicht viel einzuwenden.

Ich setzte mich hin und lese bis in die Dämmerung.

blooming,
PRODIGY

Donnerstag, 11. März 2010

Dig me up!

Wenn man sich meinen Blog ansieht, bemerkt man: Dunkel.
Und: Da kam lange nichts mehr. Natürlich nur, wenn es noch immer jemanden auf diese Seite verschlägt. Warum? Schuld sind nicht mangelnde Erlebnisse, sondern schlichte Trägheit.
Das Gefühl, was sich mit dem Nicht-Bloggen verbindet, wird in ganz wunderbarer Art und Weise hier erklärt. Nun klickt schon rauf und lest es euch durch bevor ihr hier weiterlest. I'm fucking serious, do it!

Hier folgen also nun keine weiteren Produkte der Erklärungsnot, sondern gleich die Frage:

Was geschah kürzlich, Mylord?

Dem Unialltag folgt nun der Semesterferienalltag, was synonym ist für FUCK YEAH, GENUG SCHLAF!
Nach und vor den langen Schlafenszeiten werden Klubbesuche, Heimatbesuche, Freundbesuche, Internetbesuche und Kochversuche unternommen. Und es wird Körperflüssigkeit gespendet, ohne sich der Prostitution hinzugeben.
Apropos:

Hier ist das Plasmaspende-Verbindungsspiel! Ordne richtig zu! (okay, ein bisschen Hilfe gibt's)

kommen, warten, lesen messen liegen, wartenmessen, nehmen, gehen.

im Wartezimmer, Der Zauberer von Oz, 45 Minuten auf einem Stuhl mit verstellbarer Lehne10 Minuten zu frühGeld, Blutdruck, nach Hause, Hämoglobinwert, wieder im Wartezimmer

Nachdem Hoffnungen auf eine bessere Wohnung erst entflammt, verstärkt und schließlich zunichte gemacht wurden, hänge ich zieltechnisch im luftleeren Raum. Es wird wohl darauf hinauslaufen, in zwei Monaten mit einer Freundin endlich den Führerschein zu machen, was mit 20 (Tween>Teen?) schon mal gar keine schlechte Idee wär. Und irgendwo muss das Geld ja hin.

Genug für's Erste, man muss nach so langer Pause ja nicht gleich übertreiben.

I'm back.
PRODIGY

Montag, 11. Januar 2010

I don't care if monday's black

Ich wache heute morgen auf. Sofort denke ich: "Scheiße, sollte man sich so fühlen, wenn man grade aufwacht?" Sofort stelle ich mir einige Fragen, ohne sie zu beantworten. In dieser Reihenfolge:

1. Warum ist im leeren Badezimmer Licht an?
2. Wieso sehe ich das Badezimmer?
3. Wieso ist meine Zimmertür auf?
4. Wieso hab ich noch all meine Sachen an?
5. Wieso bin ich trotzdem zugedeckt?
6. Was ist vor dem Einschlafen passiert?
7. Ist heute Montag?

Nachdem ich sicher bin, dass die Antwort auf Frage 7 "ja" ist, folgen

8. Wie spät ist es?
9. Komme ich noch rechtzeitig zur Uni?
10. Kann ich vorher noch was essen?
11. Hab ich alles für diese Woche gemacht?

Natürlich ist die Antwort auf Frage 11 "nein". Scheiße.

In den ersten wirklich klaren Augenblicken nach dem Aufwachen mache ich mich an die schrittweise Beantwortung der Fragen.

1. Meine Mitbewohnerin hat es wohl angelassen.
2. Meine Zimmertür ist auf.
3. Ich habe wohl vergessen, sie zu schließen.
4. Ich muss vorher eingeschlafen sein.
5. Keine Ahnung.
6. Ich habe es zumindest noch nach Hause geschafft.
7. schon beantwortet.
8. Um 7.
9. Ich kann es schaffen!

Mit Fast-Lichtgeschwindigkeit geduscht und Kornflakes gegessen. Tasche geschnappt. Off to Uni.
Außer mir hat es nur noch ein anderer Mitstreiter vom Vorabend geschafft, den Tag nicht in die Matratze zu drücken.
Die Vorlesungen rauschen an mir vorbei. Ich lasse mich berieseln und nicke zweimal.
Nicht einzuschlafen beschließe ich als einen Sieg über den Wochenanfang zu betrachten.

Niemand braucht Montage. Niemand verdammt!

NIEMAND!,
PRODIGY