Donnerstag, 25. März 2010

Augen zu!

Das war ja was. Dienstag vom 70. Geburtstag der Oma eilig in den Zug nach Norden gesprungen, denn für die Nachprüfung ("für Spaß") wollten ja zumindest gewissensberuhigend nochmal ein, zwei Sachen angeschaut sein. Mit dem Lernen hatte es sich allerdings spätestens mit den aus unerfindlichen Gründen ein-und mich außer Gefecht -setzenden Kopfschmerzen erledigt. Egal. Muss es halt so gehen.

Der nächste Tag:

8.50Uhr.
Aus dem Bett fallen; Kornflakes, Eier und ganz viel Toastbrot ("das muss weg!") essen und mit wohlig vollem Bauch zur Uni gehen.

9.30Uhr
Auf dem Weg zum Unigebäude beschleicht mich das Gefühl, alles vergessen zu haben, was ich je über Anorganik wusste.
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10.00Uhr - es beginnt.
Die kurze Welle des Selbstzweifels geht vorbei und die Prüfung los. Der Prüfer, K.Voss, gen. "Vossi-Bär", bittet uns, kurz die Augen zu schließen. Man soll nun per Handzeichen anzeigen, ob man die Nachprüfung machen muss oder machen kann. Netter Einfall; kurzes Schmunzeln über die Situation. Der Geheimniswahrer schleicht jetzt durch die Reihen und guckt auf die Blätter der eifrigen Schreiberlinge. Es läuft gut.

11.35Uhr
Ich bemerke etwas Rotes, das auf mein Blatt tropft. Merkwürdig, irgendwas stimmt nicht, ich fühle mich komisch. Ich blute. Aus der Nase. Auf mein Blatt. Sogar recht heftig. Warum weiß ich nicht. Ich habe NIE Nasenbluten. Mit Taschentüchern kriege ich es mehr schlecht als recht in den Griff, schmeiße die verbleibende halbe Stunde weg und gehe. Habe sowieso alles geschrieben was mir einfiel. "Vossi-Bär" (ein inoffizieller Kosename) wirft mir einen "ist-alles-in-Ordnung?"-Blick zu, den ich ignoriere. Nach einiger Zeit hört das Bluten auf.

Da das Internet mir als Ursache für spontanes Nasenbluten von Pollenflug bis Hirntumor alles anbietet, lasse ich die Sache auf sich beruhen und setze mich am Nachmittag wieder in den Zug gen alter Heimat.

und durch,
PRODIGY

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