Montag, 14. September 2009

Euklidischer Raum ist nicht alles

Ich wurde von romantisch-sozialistischen, naturalistisch ausgerichten, in ihrer Gesamtheit semi-intellektuellen Atheisten erzogen. Die Milch gab's für mich nur mit der Flasche. Trotzdem kenne ich die Bedeutung des Ausdrucks "Hilfsbereitschaft", da Film und Fernsehen bei mir ab dem achten Lebensjahr als Sinn- und Lebensratgeber fungierten.

So war es nur konsequent, dass ich mich letzten Freitag bereiterklärte, einer Freundin bei ihrem Umzug zu helfen. 5 Menschen helfen 2 Menschen bei ihrem Umzug in die große Stadt.
Es gab nicht viele Probleme, dafür aber große.
Wie bekommt man in einen Umzugswagen mit einem Ladevermögen von etwa 14m³ all die Sachen, also Bettgestelle, ca. 20 Kisten, Sessel, Couch, Lampen, Schränke, Regale, Tische, sprich das gesamte Inventar des Hauses in einen Raum, der einfach nicht genug Platz bietet, kurz: Wie sorgt man dafür, dass der verfügbare Raum größer ist, als der tatsächliche Raum? Wie kann ein Raum von innen größer sein als von außen?

Die Antwort: Zauberei.

Da aber oben genannte Erziehung nicht erlaubt, dass ich Zauberei auch nur in Erwägung ziehe, muss etwas anderes her.
Letztlich mussten wir uns also mit einer atemberaubenden rumrücken - zurechtrücken - klemmen - quetschen - richten - drücken - alles nochmal neu - verstauen - Technik begnügen, einer Anstrengung, die jedoch schon zu spät für den Aufbau des real existierenden Sozialismus kam, aber grade noch reichte, um die euklidische Geometrie auszutricksen.

[Ein Foto des so entstandenen Kunstwerks wird so schnell wie möglich nachgereicht.]

mathemagical,
PRODIGY

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