Sonntag, 19. April 2009

I need rest.

- Was für ein unglaublicher Himmel -

Ich komme grade von draußen nach Hause (ich habe es mir abgewöhnt, im Freien zu hausen), von dort also, wo sich denen, die Augen zum Sehen haben, immer noch ein fantastischer Sternenhimmel bietet.

Das war tatsächlich das Einzige.

außer:

- in der Bibliothek Zeitungen von 1989 gelesen und darüber gelacht, dass die DDR bis zum Schluss den Schein waren wollte

- im Zebra etwa 13 weiteren Menschen Gesellschaft geleistet, jedoch dann, von der Atmosphäre abgeturnt und von erkältungs- und gesprächsnichtigkeitsinduzierten (WTF?) Hirnschmerzen geplagt, geflohen

- Doppelgeburtstagsfeier miterlebt - nicht so schlecht wie erwartet

- "Ulysses" von James Joice auf die Bücherliste gesetzt


jetzt wird versäumter Schlaf nachgeholt,
PRODIGY

Sonntag, 12. April 2009

Heißheit.

Boah, Ferien. Ich habe in Anbetracht der losen Zeit (hahaha) den Überblick verloren und kann nur noch versuchen, durch bloße Aneinanderreihung die Ereignisse der letzten Tage zu rekonstruieren.

Versuch 1:

Am Montag (oder war es Dienstag? Scheiße, ich glaube es war Dienstag, ja) habe ich das erste (und zugleich letzte) Mal in meinem Leben Gras geraucht (via Bong). Zwar bekam ich keine Angstpsychose, wie ich es immer befürchtet hatte, aber ich fühlte, wie ich -und nicht nur ich- innerhalb kürzester Zeit merklich dümmer wurde.

Wörter wie Heißheit (Achtung, das ist jetzt die Verbindung zur Überschrift!) und das falsche, aber interessante Partizip Perfekt geschmunken gingen aus diesem Zustand hervor.

Never again. Zudem war ich trotz der sehr geringen konsumierten Menge mindestens 13h lang so abgefuckt, dass ich letztlich vollkommen meinen gewohnten Schlafrhythmus zerstörte, den ich mir jetzt mühsam wieder aneignen darf (danke, Lord Henry). Soviel Zeit lasse ich mir nicht noch einmal klauen. nein nein nein.

Versuch 2:

Am Mittwoch war noch irgendeine Studentenparty an der Hochschule, die nach etwa 70% der Gesamtlänge anfing richtig gut zu werden (ein bisschen Rage Against the Machine kann Wunder wirken). Doch da wir in N. wohnen, der Stadt hinter den sieben Bergen, die mit dem süßlichen Gestank der Verwesung behaftet ist, sind solche Studentenpartys (oder wasauchimmer es war ) peinlicherweise bereits so früh zu Ende, dass man sich denkt: Fuck, ich bin erst vor 6 Stunden aufgewacht, was soll ich jetzt nur tun?

Was soll ich nur tun?

Vielleicht am Samstag den letzten Arbeitstag begehen und mich danach etwas sauberer fühlen, mit der Gewissheit, nicht mehr dem Bösen zu dienen. woohoo.

Versuch 3:

misslungen.


Versuch 4:

Oh nein, da sind die letzten Ferien fast vorbei und mir rennt die Zeit davon. Spannend wird es, zu sehen, ob ich es noch schaffe in 2 Tagen 2 Vorträge anzufertigen. Ich sage: Ja.
Die restlichen Ziele, die ich mir in den Ferien setzte, versuchte ich gar nicht erst zu erreichen.


stattdessen:

Großeltern besucht; Sonnenlicht absorbiert und partiell auch reflektiert; keine E-mails beantwortet; Ostern vorüberziehen lassen (das sind so viele Tage, ist es denn überhaupt schon vorbei?) die Sternennächte genossen und dergleichen Unsinn mehr.

An den Rest kann ich mich nicht erinnern.

Speaking of erinnern, ich traf auf einen ehemaligen Mitschüler aus der Grundschule, der - zusammen mit fast allem anderen aus jener Zeit - komplett aus meiner Erinnerung gelöscht wurde. Gut zu wissen, dass wenigstens die Verdrängungsmechanismen gut funktionieren.

???

So. viel geschrieben und wenig gesagt.

ab jetzt wird an der Selbstvervollkommnung gearbeitet,
PRODIGY

Samstag, 4. April 2009

eat the sun

Der gestrige wunderbare Sonnentag verlangt nach Erwähnung.
Natürlich wurde die Zeit genutzt, um sich von GTA-SA zu lösen (body count: 5672).

time for socializing.
Ich machte mich auf den Weg zum Brodaer Strand, der Wind wehte mir angenehm ins Gesicht. Herrliches Wetter. Doch musste ich, am Treffpunkt von Nihilist, Künstler, Wissenschaftler und Soldat angekommen, erstmal eine Zeit lang alleine auf einer Parkbank sitzen. Ich blieb ruhig und las, so als wäre ich ein gottverdammter Intellektueller.
Ich hörte von den Späterkommenden, dass ein Lastwagen mitsamt Anhänger umgekippt war, was einen Stau verursachte, der das pünktliche Erscheinen zu einer schwierigen Angelegenheit gemacht hatte. Spektakulär.

Auf dem Steg liegend und Hippiemusik hörend, ließen wir uns von der Sonne bescheinen; etwas Tavor und "Limetto - gusto del sole" ( der geschmacklich leider nicht hielt, was er versprach) versüßten die Zeit zusätzlich.
Doch mit dem Nichtstun kommt der Hunger. Nahrungssuche. Ich ergatterte dabei tatsächlich das letzte Sandwich, das Kaufland zu bieten hatte. Yeah.
Ein Sonnenuntergang am Strand bildete den perfekten Abschluss für diesen herrlichen Sommertag. Ja, Sommertag.


Der Künstler misstraut der Sonne


Später, gegen 4.00Uhr, machte ich mich schließlich auf den Weg nach Hause. Ich blieb jedoch bis zum Morgengrauen draußen und beobachtete die Sterne. Perfekter Himmel. Tiefer Mond. Gute Nacht.


Der Mond hat einen Durchmesser von ca. 30 Bogenminuten

trivia:

Heute früh war ich so energetisiert, dass ich nach dem Aufstehen erstmal nackt auf den Balkon ging und mich in den warmen Sonnenstrahlen streckte wie ein junger Gott. Ich habe eigentlich keine nudistische oder exhibitionistische Ader, aber heute musste es einfach sein. Waren aber ohnehin keine Menschen da.

auch reine Schönheit wird gewürdigt,
PRODIGY

Donnerstag, 2. April 2009

Just droped in.

Das sind die Fakten.

Chemie-Koop-Modus: wenn man, wie ich es am Mittwoch tat, seine Zeit nutzt, um die Abiaufgaben zu erledigen und wenn man dies dazu auch noch mit einem Gleichgesinnten (D) tut, kommen schonmal abstrakte Dialoge der folgenden Art zustande:

D: "Hey, warte, verdammt, Manganat-Ionen... sind nicht minus 2."
P: "Ich weiß... minus... 1... aber steht hier..."
D: "Wenn wir 2 nehmen gehts. Ja, 2."
[...]
P: "Kupferkomplex... analog zu Zink. Steht nicht, hab ich mir selbst antrainiert. Yeah. "
D: "Wie ist der geladen?"
P: "So wie das Metall-Ion. Da hängt noch was dran."
D: "...ja, nehmen wir... was noch? Verhältnis setzen und dann mit molarer... ja."
P: "Ja. Sind 1 zu 3... nein 2 zu ... zu...äh... hilf mir!"
D: "2 zu 3... äh nein verdammt, 3 zu 4."
P: "Ich... ja, ich hab die 3 vorhin vergessen. Danke."
D: "Ärgerlich. Du musst aufpassen."
P: "Boah, Zangengeburt. Nächstes. "

Der Lohn: Ein volles Blatt, ein gutes Gefühl und ein großer Tisch an dem immer weniger Personen sitzen wollen. hehe. Anschließend 3. Platz im Badminton-Spaßturnier erschwindelt.

Absurda:

Ich habe pünktlich am 1. April zusammen mit zwei Freunden zum ersten und letzten Mal an einem Impulsgottesdienst teilgenommen. In der Aula des Bob-Dylan-Gymnasiums, live übertragen aus Chemnitz. Ein Gottesdienst. An einer öffentlichen Schule. Das durfte ich mir als starker Atheist per definitionem nicht entgehen lassen.

Übetragen aus Chemnitz. CHEMNITZ.

Die eigentliche Frage des Abends ( "Warum lässt Gott das zu?" ) wurde lässig umschifft; stattdessen wurde viel gesungen, sich in Widersprüche verstrickt und in unreflektierter Absurdität gebadet. Meine Reaktion auf das Ganze deckte sich interessanterweise genau mit dem Motto der Veranstaltung: Unglaublich! - staunen und zweifeln.

Einzig gut: ein überragendes Akkordeonspiel zur Zeitüberbrückung.



Zur Erholung erstmal Pizza und dazu die Top-Film- Auswahl der IMDB angeschaut. ("Scheiße, P****, du kennst hier ja alle Filme. Hattest du kein Leben?" - "Nein.")

Heute begegnete mir ein als Schultag getarnter Ferientag. Selten soviel Ausfall erlebt, ohne dass dafür ein Lehrer sterben musste. Hab die Zeit genutzt: draußen in der Sonne gelegen, Eis gegessen, so getan als sei schon Sommer. Konjunktiv I.

sonst geschah:

- Whoa. Nelly! von Nelly Furtado für nur 4,90€ (yeah!) gekauft

- beschlossen, Soja-Milch zu probieren. bald.

- Nirvana-Flash erlebt - grunge me, bitch!

- Handy-Aufladegerät vollends zerstört. Damn.

she hits me like a sunbeam

Ich brauche Energie!

PRODIGY