Ich wache heute morgen auf. Sofort denke ich: "Scheiße, sollte man sich so fühlen, wenn man grade aufwacht?" Sofort stelle ich mir einige Fragen, ohne sie zu beantworten. In dieser Reihenfolge:
1. Warum ist im leeren Badezimmer Licht an?
2. Wieso sehe ich das Badezimmer?
3. Wieso ist meine Zimmertür auf?
4. Wieso hab ich noch all meine Sachen an?
5. Wieso bin ich trotzdem zugedeckt?
6. Was ist vor dem Einschlafen passiert?
7. Ist heute Montag?
Nachdem ich sicher bin, dass die Antwort auf Frage 7 "ja" ist, folgen
8. Wie spät ist es?
9. Komme ich noch rechtzeitig zur Uni?
10. Kann ich vorher noch was essen?
11. Hab ich alles für diese Woche gemacht?
Natürlich ist die Antwort auf Frage 11 "nein". Scheiße.
In den ersten wirklich klaren Augenblicken nach dem Aufwachen mache ich mich an die schrittweise Beantwortung der Fragen.
1. Meine Mitbewohnerin hat es wohl angelassen.
2. Meine Zimmertür ist auf.
3. Ich habe wohl vergessen, sie zu schließen.
4. Ich muss vorher eingeschlafen sein.
5. Keine Ahnung.
6. Ich habe es zumindest noch nach Hause geschafft.
7. schon beantwortet.
8. Um 7.
9. Ich kann es schaffen!
Mit Fast-Lichtgeschwindigkeit geduscht und Kornflakes gegessen. Tasche geschnappt. Off to Uni.
Außer mir hat es nur noch ein anderer Mitstreiter vom Vorabend geschafft, den Tag nicht in die Matratze zu drücken.
Die Vorlesungen rauschen an mir vorbei. Ich lasse mich berieseln und nicke zweimal.
Nicht einzuschlafen beschließe ich als einen Sieg über den Wochenanfang zu betrachten.
Niemand braucht Montage. Niemand verdammt!
NIEMAND!,
PRODIGY
Montag, 11. Januar 2010
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Been oversleeping on Monday
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