Samstag, 14. Februar 2009

unser Herz ist unruhig

Ich bin heute raus aus dem Haus, um mich bei einem Spaziergang am schönen Wetter zu erfreuen. Jedoch nicht nur deshalb, sondern auch um in der Buchhandlung nach etwas zu suchen, wofür sich der Einsatz eines 30€ Büchergutscheins eignete.

Ich ging also zu Fuß in die Stadt, nahm dabei aber einen Umweg, der mich am See entlangführte. Ich setzte mich auf eine nasskalte Bank und beobachtete lange das Wasser; die Wellen hatten trotz ihrer vom scharfen Wind angetriebenen Unruhe etwas merkwürdig Beruhigendes für mich. Jedoch wurde mir auf der Bank irgendwann kalt; ich stand auf und ging weiter. An sich war es gar nicht so sonderlich eisig, aber der kalte Februarwind zerrte mit aller Macht an den Bäumen und ich musste mich ihm ziemlich entgegenstemmen, um überhaupt vorwärts kommen zu können. Der Wind ließ mir die Ohren frieren und ich war glücklich, wenigstens meine Schals um den Hals zu tragen.

So war ich auch ganz froh, wenn der Wind gelegentlich etwas nachließ und nutzte die kurzen Windpausen dazu, mir den Himmel genauer anzusehen. Das kalte Blau wurde größtenteils verdeckt von breiten Streifen taubenblauer Wolken, die ihrerseits, einzeln verflockt, mitunter einen Hauch ins Rosarötliche hatten.


Schön, sicher. Ich ging weiter auf meinem Weg nahe dem Ufer, links und rechts hielten sich ein paar überfrorene Schneereste in den Büschen und hier und da sprang ich ein wenig übermütig über den matschigen Rest einer gefrorenen Pfütze. Menschen sah ich keine.

Ob ich in der Buchhandlung etwas gefunden habe kann ich nicht sagen, denn in Wirklichkeit habe ich keinen Spaziergang gemacht.


Nein, in Wirklichkeit schlug mir von seiten eines Freundes eine verständliche Frage entgegen:

"Warum bist du eigentlich ausgerechnet heute allein zu Haus?"


- Ja, gute Frage.


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Die Sonde Mars Global Surveyor schickt noch was:


Valentinstagsgrüße vom Mars




neidisch auf die Glücklichen,
PRODIGY


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