Dienstag, 10. Februar 2009

Ergänzung:


Zuallerzweit: Vater, wo bitte geht's zur Küche?


Ich bin mit einem riesigen Schlag Verwirrung in den Tag gestartet, als ich morgens um 11.00 - noch schlaftrunken und bereits froh darüber, schon geradeaus laufen zu können - den üblichen Weg in die Küche nahm, nur um festzustellen, dass meine Hand, als sie sich in gewohnter Manier ihren Weg in Richtung Kühlschranktür bahnte, dort angekommen auf einmal ins Leere griff.
Ich brauchte etwa fünf Sekunden, um das Ausmaß der Veränderung in seiner Gesamtheit zu begreifen:

Nicht nur der Kühlschrank fehlte, auch war nicht einfach nur die Küche umgeräumt worden, nein, sie FEHLTE ganz und gar. Ich blickte verwirrt in eine riesige, dunkle - oder in Anbetracht der Küchenaußmaße wohl doch eher mittlere bis kleine - Leere.

Wie es aussah, hatte Vater anscheinend spontan beschlossen, die Küche zu renovieren und so fand ich alle frühstücksessentiellen Utensilien stattdessen im Wohnzimmer wieder.
Meine Mutter offenbarte mir später, dass Vater schon seit Monaten davon spricht, endlich die Küche zu renovieren. Tapeten, Schränke, Fliesen, ALLES.


Erschrocken und ein wenig schuldbewusst angesichts der über lange Zeit nicht gepflegten und sich daher offensichtlich in überaus schlechter Verfassung befindlichen Vater-Sohn-Kommunikation versuchte ich, diesen Mangel an Miteinander mit meiner Hilfe bei der Arbeit wieder gut zu machen.


Ich kann jetzt prima Tapeten entfernen.


concordantly: We are family!

immer weiter,
PRODIGY

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